Unschöne Premiere (?, ich kann mich zumindest nicht erinnern das so was beim BRT schon einmal passiert ist) beim Bundes-Radsport-Treffen in Hannover. Der heutige Tourentag wurde vom Veranstalter auf Grund des Dauerregens abgesagt. Man könne bei dem Wetter die Durchführung weder für die Teilnehmer noch die Helfer verantworten. Eine Entscheidung die ich sehr gut nachvollziehen kann, nachdem es hier bereits die ganze Nacht heftig geregnet hat und nach wie vor keien Besserung in Sicht ist. Morgen soll es dann besser werden, wollen wir hoffen das die Wetterfrösche damit Recht haben, sonst geht das BRT hier als Regenwoche in die Geschichte ein. Hier geht es zu einem Bild vom Startort.

Entgegen der Wettervorhersagen war es morgens trocken, so dass sich wieder über 500 Radsportler zusammen trafen um eine Runde in die Wedemark zu absolvieren. Die Wedemark liegt nördlich von Hannover und ist weitgehend flach. Die ersten 12 km quer durch Hannover wurden wir im geschlossenen Verband von der Polizei begleitet. Etwas unglücklich war dann die weitere Fahrt, zu der wir nur in kleinen Gruppen weiter gelassen wurden. Zum Glück stand ich relativ vorn und kam mit der zweiten Gruppe weg.

Es fand sich dann eine große Gruppe mit bekannten Gesichtern aus NRW mit vielen Sportlern vom RSV Duisburg und RTV Kurbel Dortmund, sowie einzelnen Leuten vom RSC Schwalbe Eilendorf, SC Cappelle und RV Edelweiß Mettmann. Die gut laufende Gruppe wurde von einigen anderen natürlich genutzt und wir erreichten trotz einer heftigen Kopfsteinpflaster Passage zügig nach 42 km das erste Depot. Kompliment an die Ausrichter, hier gab es alles was man sich nur vorstellen kann (Obst, geschmierte Brote mit Käse, Marmelade oder Wurst, sowie jede Menge Süßigkeiten).

Hier setzte dann auch der angekündigte Regen ein, der mit einigen kleinen Pausen heute abend immer noch anhält. Die Gruppe fuhr trotzdem fast geschlossen auf die heute 126 km lange Runde, die auf Grund einer Baustelle - mit Ankündigung! - deutlich länger wurde als ursprünglich geplant. Ich hatte mich auf Grund des Wetters für die 86 km Runde entschieden und bog mit einem Radsportler vom RV Concordia Hannover ab. Leider meldete sich dann das Hinterrad meines Crossers mit so nervigen Knackgeräuschen, dass wir anhielten und das Rad einer Inspektion unterzogen. Gefunden haben wir im Regen nichts, ich habe mich dann aber doch entschlossen die Tour vorsichtshalber abzubrechen. Der Radsportkollege begleitete mich noch in den nächsten Ort und zeigte mir den Weg zur S-Bahn Station.

Zurück im Ziel ging es direkt zum Service Stand von Stadler, die einen Lagerschaden vermuteten und mich weiter in ihre Werkstatt vermittelten. Auch dort wurde das Lager als defekt identifiziert, allerdings konnte man mir nciht weiter helfen da man für mein Laufrad keine Ersatzzeile hatte. Der Mechaniker empfahl mir aber das Fahrradkontor, welche Stevens Händler sind. Hier wurde ich super nett aufgenommen und direkt in die Werkstatt begleitet. Dort nahm sich auch sofort ein Mechaniker des Rades an. Leider stellte er nicht nur den Lagerschaden, sondern auch einen kleinen Felgenriss im Hinterrad fest. Also wurde ein neuer Laufradsatz ausgesucht, zu dem der nette Mechaniker alles von den alten Laufrädern auf den neuen Satz umbaute. Hier hat man sich super bemüht um mir die weitere Teilnahme am BRT zu ermöglichen. Vielen Dank an das Team vom Fahrradkontor. 

Wenn man sich den Wetterbericht ansieht bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ich morgen überhaupt Rad fahren möchte. Die Tour führt südlich in Richtung Hildesheim, eine Gegend nördlich des Harz für die in den nächsten Stunden ausgiebigste Regenfälle angesagt sind.

Am Sonntag startete das Bundes-Radsport-Treffen 2017 in Hannover. Die Fahrt dorthin begleitete mich den ganzen Weg teilweise heftiger Regen, der uns im Weserbergland bis auf 60 km/h auf der Autobahn ausbremste. In Hannover startete um diese Zeit bereits Joachim mit über 200 anderen Sportlern zum Marathon, deren Teilnehmer dann auch schnell zu einer kurzen aber sehr ausgiebigen Regenpassage gelangten.

In Hannover war es zu diesem Zeitpunkt noch trocken, doch der Regen setzte genau ein als ich auf den Parkplatz fuhr. Nach den Erfahrungen auf der Autobahn wollte ich dann doch lieber ein wenig warten, was dazu führte das ich erst um 11 Uhr auf die 110 km Runde startete. Die offizielle Startzeit war dann leider doch schon deutlich überschritten, so dass ich die Runde mit viel Ruhe alleine absolvierte. Es sollte sich aber auf jeden Fall lohnen. Nicht nur das der Regen sich für den Rest des Tages verabschiedet hatte, die Veranstalter hatten eine schöne Runde in Richtung Weserbergland ausgesucht, auf der wenig Verkehr war. Zwischendurch sorgten einige Steigungen und Abfahrten für Abwechselung. Nach gut der Hälfte des Weges kam dann auch noch einige Belebung durch die zurückfahrenden Marathonfahrer, die teilweise bis spät abends unterwegs waren. Im Ziel traf ich dann noch Claudia und Joachim die bereits fertig zur Heimreise waren. Bei der RTF waren auch noch einmal 500 Radsportler aller Leistungsgruppen am Start.

Foto: Bernd Schmidt von der Marathonstrecke

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Am Sonntag, 23.7.2017, sind viele von uns früh aufgestanden, um 6:30 in Köln Immendorf zu sein und den Condor-Flug mitzufahren. Joachim von der Luecht, Jörg, Peter, Waska, Ralf, Manuel, Dirk, Andrea und ich machten sich auf den Weg, nachdem es in der Frühe in Gelsenkirchen noch richtiggehend geschüttet hatte. Aber wir wurden verschont, das Wetter blieb stabil und trocken. Trotz der angesagten 2000hm rollte es gut, und wir konnten Waska und Ralf, die eigentlich nur die 100er fahren wollten, an den Streckenteilungen überzeugen, bei uns zu bleiben und mit uns den Marathon zu bewältigen.

Die Strecke war grandios, bester Asphalt fast ohne Schlaglöcher in der grünen Eifel, die nach dem Regen von klarem, blauen Himmel und Sonnenschein erleuchtet wurde. Die Kontrollen ebenfalls, es fehlte nichts, Getränke waren vorbereitet in Bechern, es gab reichhaltig und abwechslungsreich zu Essen - und die Menschen an den Kontrollen waren überaus hilfsbereit und nett. Auch die Warmverpflegung konnte sich sehen lassen.

Waska, Ralf, Manuel (auch Joachim?) haben ihren zweiten Marathon mit uns in einer Fahrtzeit von 7h19min geschafft, es war ein fröhliches miteinander Fahren, das mir sehr viel Freude bereitet hat. Ich finde, alle können auf ihren sportlichen Erfolg und den Zusammenhalt unterwegs stolz sein!

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, im nächsten Jahr wieder den Condorflug zu machen!

Viele Grüße,

Jürgen

 

 

Die erste Kontrolle, ein kleines Buffet ;-)

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Herrliches Wetter und tolle Wege in bildschöner Landschaft:

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9 Vereinsmitglieder und unser Gast Peter machten sich gemeinsam auf den Weg unsere Permanente CTF "Auf Christophs Spuren" zu erfahren. Von Ulli mustergültig geführt ging es gleich einmal die Halde Hoppenbruch hinauf. Durch den Hertener Schloßpark und den Emscherbruch erreichte die Gruppe dann den Rhein-Herne-Kanal.

Da in ganz NRW keine RTF / CTF stattfindet möchten wir am Samstag für eine kleine Abwechselung sorgen. Wir laden euch ein am 22.07.2017 mit uns unsere Permanente CTF "Auf Christophs Spuren" zu fahren. Gestartet wird um 10:00 Uhr am Besucherzentrum des Landschaftsparks Hoheward, wo ihr euch auch (wenn gewünscht) die 2 Punkte für die Teilnahme eintragen lassen könnt. Wir fahren je nach Anzahl der Teilnehmer in mehreren Gruppen, so dass jeder mitfahren kann.

Nach Abschluss der Baustelle auf der Münsterstraße können wir auch wieder die gesamte Runde über circa 38 km absolvieren. Los geht es zum warm werden mit der Fahrt auf die Halde Hoppenbruch, danach folgt ein Schlenker zum Ewaldsee und durch den Park zum Schloß Herten. Über den Emscherbruch erreichen wir dann den Rhein-Herne-Kanal, dem wir bis zur Schleuse Herne folgen. Von hier geht es zurück zum Umspannwerk nach Recklinghausen und weiter in den Landschaftspark Hoheward. Vor Abschluss der Tour heißt es dann noch einmal alle Reserven zu mobilisieren, es geht hoch auf die Halde Hoheward.

Als Abschluss der Tour bietet sich eine gemeinsame Pause im Cafe Ewald an. Gäste sind herzlich willkommen.