Am letzten Tag gab es noch einmal eine flache Runde zum Rhein und zurück. Vorher gab es aber in der Nacht von Freitag auf Samstag erst einmal ein richtiges Donnerwetter, das einen großen Teil der Hitze mit sich nahm. Morgens war es relativ ruhig und das blieb auch auf der ganzen Strecke so. Viele Teilnehmer waren entweder schon am Freitag abgereist oder ließen die Tour aus Sorge vor weiteren Gewittern aus. Joachim (mit der Gruppe von Kurbel Dortmund) und ich fuhren heute noch einmal die 100 km Runde. Dabei wurden uns zum Ende noch einige Kilometer geschenkt, die Strecke war nur rund 94 km lang.

Zu Beginn ging es flach Richtung Dudenhofen, dort fand die Kontrolle in der Radrennbahn statt. Um zur Station zu gelangen musste man auf die Tribüne und hatte einen schönen Blick auf das neue Oval. Weitere 20 km weiter kam schon die zweite Kontrolle bei einem Hallenradsportverein in Lingenfeld, etwas versteckt in einem großen Sportgelände. Von hier führte die Strecke nach Germersheim und direkt an den Rhein, eine Strecke die wir auch am Montag schon gefahren sind. Die Kilometer entlang des Rheins sind aber richtig schön und lohnen auf jeden Fall. An einer Stelle hatte das Gewitter Nachts aber zugeschlagen, dieser Ast hing noch am berühmenten seidenen Faden. Hier mussten wir aber trotzdem durch um weiter zu kommen.

Die letzte Kontrolle des BRT 2019 befand sich dann noch einmal beim Ausrichter in Lustadt. Zum letzten Mal gab es hier Obst, belegte Brote und Krombacher zur Stärkung. Bevor wir Neustadt erreichten ging es dann auch noch einmal einige Kilometer durch die Weinberge und über Betonplatten. Im Ziel war dann zu erfahren, dass die Ruhe auf der Strecke sich auch in der Teilnehmerzahl niedergeschlagen hatten, die heute nur bei rund 400 lag, davon rund 50 auf der angebotenen geführten CTF. Gegenüber den bis zu über 700 Startern in der Woche war das dann schon nicht mehr ganz so viel. Deshalb plant der BDR auch den offiziellen Abschluss des BRT's demnächst direkt am Freitag zu machen und den Samstag als lockeren Ausklang zu fahren.

Nachdem es in den letzten Tagen durch den Pfälzer Wald und die Weinberge ging, führte uns die heutige RTF weitgehend flach durch den Gemüsegarten Deutschlands. Während Joachim auf der langen Runde unterwegs war habe ich mich bei der Hitze wieder mit der 80 km Runde begnügt. Nach einer Woche auf dem Rad kann man sich ein kleines bisschen vorstellen, wie sich die Profis nach 3 Wochen Tour fühlen. Die Strecke selbst führte heute überwiegend über ruhige Nebenstraßen und war gut zu fahren. Bis zur ersten Kontrolle in Schifferstadt bin ich mit einigen Bekannten von den RSF Münster unterwegs gewesen, es ist schon beeindruckend was Leo mit seinen über 80 Jahren noch auf dem Rad (natürlich ohne Motor und vorn in der Gruppe) leistet.

Nach Schifferstadt fuhren wir dann auch tatsächlich entlang etlicher Felder auf denen Gemüse angebaut wurde. Das war nach 10 km aber auch schnell wieder vorbei und wir fuhren wieder durch Weinfelder. Wie schon vermutet ist der Begriff Gemüsegarten Deutschlands wohl ein wenig übertrieben. Unterwegs hatte ein Besitzer eines zurück liegenden Hauses einen schönen Hinweis auf seinen Briefkasten in Form eines überdimensionalen Hasen aufgestellt. 

Die zweite Kontrolle befand sich vor dem Rathaus von Dirmstein, hier traf ich auch die beiden Kolleginnen Gabi und Nicole von der Geschäftstelle des BDR. Schön das sich auch die Kollegen mal die Stecken selbst ansehen, ich finde das sehr wichtig. Von hier ging es auf direkten Weg zurück nach Neustadt, wo es auch heute gegen Mittag wieder kräftig heiß wurde. Immer wieder zu sehen sind auch noch die Trikots von unserem BRT 2010. Morgen findet dann der letzte Tag der Tourenwoche statt, wobei vielfach darüber spekuliert wurde ob es schon morgend Gewitter gibt oder noch trocken gefahren werden kann.

Die heutige RTF führte uns wieder nach Süden entlang der Weinstraße. Joachim war ganz früh unterwegs und fuhr die große Runde, die gleich zu Beginn den Kalmit hoch ging. Dirk und Uwe fuhren, wir viele andere auch, heute nur die 75 km Runde, die ohne den Kalmit auskam. Und einige sind gleich im Hotel geblieben. Zu Beginn ging es wieder unterhalb des Pfälzer Waldes durch die Weinberge, was nicht immer ein Vergnügen war. Es waren mehrere üble Kopfsteinpflaster Passagen zu absolvieren, wo man am besten versuchte am Rand im Sand zu fahren. Dazu kamen neuere Pflasterstellen, wobei hier die Abstände zwischen den Steinen sehr großzügig ausgefallen sind, was für schmale Rennradreifen nicht unbedingt gut ist. Dazu kam eine Senke mit einem großen Sandkasten. Alle Stellen waren dabei noch auf den ersten Kilometern zu absolvieren, bevor die 40er Runde abbog.

Die Strecke durch die Weinberge forderte in der Hitze noch einmal alles, waren es doch bereits morgens beim Start 25 Grad. Das ständige auf und ab und die vielen Richtungswechsel zehrten an den Reserven zum Ende der Tourenwoche. Die eine oder andere Stelle kannten wir bereits von den letzten Tagen. Beide Kontrollen waren wieder sehr gut aufgestellt, hier gab es wie immer in dieser Woche für jeden etwas. Dazu die immer freundlichen Helfer, die in der Hitze auch keinen leichten Job haben. Der Rückweg führte uns flach von Landau zurück nach Neustadt, wobei man gegen Mittag merkt das es alle in der Hitze ruhiger als sonst angehen lassen.

Für Dirk war es heute sein Abschluss beim BRT, für ihn geht es morgen zum Nürburgring. Dort geht er am Samstag beim Jedermannrennen an den Start. Auf uns anderen wartet morgen eine Fahrt durch den Gemüsegarten Deutschlands. Bis jetzt hatte ich immer gedacht das wäre die Insel Reichnau, lassen wir uns also überraschen.

Auf Grund der Hitze besteht inzwischen die Möglichkeit bereits um 7:00 Uhr zu starten, wobei einige wohl noch früher unterwegs sind. Dabei war es selbst heute morgen um 7:30 Uhr schon warm. Nach einigen Kilometern durch die Weinberge rund um Neustadt folgte ab Kilometer 10 ein rund 8 km langer Anstieg mit knapp 500 Höhenmetern. Dieser lag Gott sei Dank gut im Schatten, so dass es zwar anstrengend, aber nicht zu Schweiß treibend war. Das Ziel hieß Lollosruhe, hier war auch die erste Kontrolle mitten im Wald aufgebaut. Die ersten nahmen hier schon einmal ein Krombacher zum Durst löschen. Anschließend folgte ein flotte Abfahrt, hinab in die Weinberge.Die Schleife durch den Pfälzer Wald war toll gewählt, die Straße sehr wenig befahren und die Abfahrt einfach toll zu fahren.

Der Name der Tour "Längs der Weinstraße" stimmte heute voll und ganz, der große Teil der restlichen Runde führte durch Weinberge. Leider waren heute auch etliche schlechtere Wegstrecken in den Weinbergen dabei, Betonplatten mit Fugen und Rissen sind auf Dauer ein wenig nervig. Im steten auf und ab folgte ein Weindorf auf das andere, wobei jeder sein eigenes Weinfest in den nächsten Wochen veranstaltet. Mit 101 km war es heute eine kurze Runde, beim BRT gibt es ja bereits ab 100 km ausnahmsweise 3 Punkte für die Wertungskarte. Gegen Mittag wurde es immer heißer, so dass die flüssige Verpflegung an der letzten Kontrolle, an der alle Strecken vorbei kamen, im wahrsten Sinne des Wortes heiß begehrt waren.

Zum Schluss ging es noch unterhalb vom Hambacher Schloß vorbei, der Wiege der Deutschen Demokratie. Kurz darauf war dann auch wieder Neustadt erreicht. Joachim war heute mit Tanja und der großen Gruppe von Kurbel Dortmund unterwegs, Dirk habe ich leider nicht gesichtet.

Der Dienstag ist der Tourentag in der Woche, an dem auch eine 150 km Runde beim Bundesradsporttreffen angeboten wird. Zusammen mit der aufkommenden Hitze und den Bergen im Pfälzer Wald heute durchaus eine Herausforderung. Die ersten Kilometer waren noch weitgehend flach und führten durch die Weinfelder. Dies macht sich meistenes auch am Asphalt bemerkbar, der in diesen Gegenden oft vom Feinsten ist. So konnte man das eine oder andere tolle Weingut begutachten, bevor man zur ersten Kontrolle kam. Diese war toll ausgewählt, wie das folgende Foto zeigt.

Weiter ging es in kurzen Abständen nach Göllheim zur zweiten Kontrolle, hier waren dann auch die ersten Hügel zu absolvieren. In Göllheim musste man sich dann entscheiden, ob man die Zusatzschleife zum Donnersberg fahren wollte oder nicht. Dirk entschied sich heute für die 110 km Runde, Joachim und Uwe fuhren die lange Strecke, wobei Joachim später startete und deutlich früher im Ziel ankam Der Anstieg führte uns Gott sei Dank nicht bis ganz nach oben zum Gipfel, sondern ein wenig am Berg entlang, wobei der Anstieg durchaus fordernd war.

 

Nachdem der Auftakt des BRT am Sonntag hügelig in den Pfälzer Wald führte, ging es heute total flach Richtung Süden. Und wir haben es heute geschafft und die 110 km Runde zusammen absolviert. Dirk, Joachim und ich sind mit einigen anderen die komplette Runde gemeinsam gefahren. Morgens starten wir mit Dennis aus Waltrop in Richtung Rhein. Auf der Strecke gesellten sich noch zwei Jungs aus Hamburg und einer aus Niebüll zu uns, so dass die Gruppe gut rollte. Später bekamen wir beim überholen der Kurbelaner Gruppe noch einen weiteren Mitstreiter, so dass wir die Runde zu acht zu Ende fuhren. Um es vorweg zu nehmen, wenn Dennis und Joachim ruhig unterwegs sind, reicht es bei mir gerade noch für den Windschatten.

Die Tour führte am Anfang über Nebenwege nach Lustadt, wo sich die erste und später dritte Kontrolle befand. Der dortige Verein hatte seine ganzen Trikots aufgespannt, eine nette Idee.

Von hier ging es nach Germersheim, wo wir lange Zeit entlang des Rheins fuhren. Teilweise ging es sogar direkt am Rheinufer entlang, ansonsten ein wenig versetzt zwischen Bäumen auf separaten Radwegen ohne Autoverkehr. Kurz vor der zweiten Kontrolle in Hatzenbühl mussten wir einer Baustelle über den Radweg ausweichen, die nächste Baustelle mit Vollsperrung der Straße erwartete uns dann wenige Kilometer weiter. Hier mussten wir dann unsere Räder durch die Büsche auf den tiefer liegenden Radweg tragen, ein kleiner Hinweis vorab wäre ganz nett gewesen. Über Lustadt ging es zügig zurück ins Ziel, wo wir recht früheitig eintrafen. Morgen geht es wieder in den Pfälzer Wald, dann muss jeder wieder sein eigenes Tempo fahren. Der morgige Tag ist der einzige an dem sogar eine 150 km Runde im Angebot steht.