Helferfahrt2018 Rheinpromenade2

Bei unserer heutigen RTF-Helferfahrt war uns der Wettergott gnädig. Gegenüber den Hitzetemperaturen der letzten Tage, und dem was uns ab morgen erwartet, hatten wir heute den idealen Tag zum Rad fahren erwischt. So gingen wir pünktlich um 7:30 Uhr beim Radmarkt Meinhövel auf die Strecke. Wir, das waren Andrea und 13 Mann. Vom Start weg wurde diszipliniert Doppelreihe gefahren und Jürgen kontrollierte vorne das Tempo so, dass wirklich alle gut mitkamen. Das ging zumindest bis zur Eisenbahnbrücke vor Möllen gut, bis Waska aus der Deckung heraus den Angriff auf die Bergwertung startete. Danach sortierte sich die Gruppe aber schnell wieder und es ging zügig am Rhein entlang.

Helferfahrt2018 Buffet

In Marienthal hatte Jürgen ein kleines Buffett für uns vorbereitet, er war extra Samstag Abend mit dem Auto dorthin gefahren um uns zu verwöhnen. Dafür von allen noch einmal ganz herzlich Danke schön. 
(Anm.: Sehr gern, der Dank gebührt dem Verein, der den fleißigen Helfern die Pausensnacks und Getränke spendierte)

Helferfahrt2018 Pause2

Hier gab es dann die Teilung, die Gruppe um Jürgen fuhr zu sechst auf den Marathon, während Christopher und Christian uns anderen 8 über Schermbeck und Gahlen nach Hause fuhren. Auch hier blieb unsere Gruppe bis zum Schluss komplett zusammen, das war wirklich eine schöne gemeinsame Runde.

Der Weg der Marathon-Fahrer nach Rees war nach der Stärkung bei noch angenehmen Temperaturen trotz des aufkommenden Windes sehr schön und gut zu fahren. Dort angekommen fanden wir direkt an der Rheinpromenade Platz und genossen Kaffee, Kuchen und Weizenbier...

Helferfahrt2018 Rheinpromenade1

Der Rückweg war dann noch ein gutes Stück Arbeit, der stärker werdende Wind und die aufkommende Hitze machten uns ganz schön zu schaffen, so dass wir glücklich waren, als wir zum zweiten Mal beim Pausenfahrzeug ankamen und noch eiskalte Getränke und Stärkungen vorfanden - die waren jetzt bitter nötig.

Auch den Heimweg brachten wir gemeinsam gut zu Ende, es war eine schöne Fahrt, dennoch freute sich jeder auf eine kühle Dusche und hochgelegte Beine.

Vielen Dank allen Mitfahreren, es hat sehr viel Spaß gemacht!

 

Einige Bilder vom heutigen Tage findet ihr in der Galerie.

Nächste Woche wollen wir das gemeinsame gleich bei der RTF vom RSV Adler 03 Herten wiederholen. Dann fahren wir wieder bis zur Teilung der 110 / 150 km Runde gemeinsam, bevor die ruhigere Gruppe dann den Rückweg über die 110 km Strecke angeht und die anderen sich auf der langen Runde austoben können.

 

Rad am Ring 2018

RadAmRing Start 2

 

Im Juni überredete unser Radfreund und Vereinskollege Werner Köhler Andrea und mich, doch für einen guten Zweck zusammen mit den Altfried Fightern bei Rad am Ring auf dem Nürburgring teilzunehmen. Er schwärmte und beschrieb den Event in den schillerndsten Farben. Neugierig war ich schon mal - und da diesmal sogar ein Gelsenkirchener Projekt gefördert werden sollte, das dann auch noch mit meinem Herzensthema "Nachhaltige Nahrungsmittelproduktion" zu tun hatte, konnte ich nicht mehr nein sagen. Also: ein 24-Stunden-Rennen. Auf einer legendären Autorennbahn. Pro Runde mit 26 Kilometern Länge und vor allem: mehr als 500 Höhenmetern. Eine solche Zahl Höhenmeter auf so kurzer Strecke war schon mal eine Ansage.

RadAmRing Kurven

Doch zunächst mal trafen wir Fahrer uns beim Förderkorb Gelsenkirchen, der Organisation, die von den Altfried Fightern dieses Jahr gefördert werden sollte. Sandra Endemann, die Tochter unseres Vereinskollegen Willi Bergermann, erläuterte uns den Förderkorb und das Projekt, dass sie vorhaben: Der Förderkorb führt Berufsförderung für benachteiligte Jugendliche durch, z.B. langzeitarbeitslose, Schüler ohne Schulabschluss etc. Geplant ist nun ein Projekt, bei dem die Jugendlichen alle Aspekte der Lebensmittelerzeugung - vom Anpflanzen und Ernten bis hin zum Verarbeiten und Vertrieb - auf einem eigens dafür gepachteten Stück Land erleben sollen. Mir als Metzgermeister gefiel diese Idee besonders gut, ich hatte während meiner Schulzeit gemerkt, dass ich als Schüler über dieses Thema so gut wie gar nichts erfahren konnte. Das ich als Abiturient dann Metzger werden wollte, stieß bei meinen Lehrern gar auf große Verwunderung, sogar auf Ablehnung. Während der Lehre und der Gesellenjahre dann erlebte ich aber, wie befriedigend und abwechslungsreich es war, Lebensmittel mit meiner eigenen Hände Arbeit herzustellen. Was ich produzierte, konnte ich sofort ansehen und probieren - wenn ich es gut gemacht hatte, schmeckte es auch gut und das machte mich stolz. Ich glaube, dieses Gefühl, etwas zu tun, das Ergebnis seiner Arbeit sofort zu sehen und mit mehr Einsatz auch etwas Schöneres zu erhalten, fehlt heute vielen Jugendlichen. Insofern: ein tolles Projekt!

Trainingsgruppe

Bei der Besprechung beim Förderkorb erfuhren wir dann, wie groß das Projekt eigentlich war: 70 Radfahrer, unterstützt von 40 Helfern, wollten auf dem Nürburgring ein komplettes Zeltlager - mit Küche und Fahrradwerkstatt - errichten. Alles musste organisiert werden, Zelte, Schlafgelegenheiten, Essen... für das Grillen am ersten Abend spendete ich die Würstchen und das Fleisch (lag ja nahe...) Die Jugendlichen, um die es beim Förderkorb ging, wollten auch eine Runde auf der legendären Rennstrecke fahren. Dafür mussten Räder organisiert werden (die teils von meinem Verein, dem RC Buer-Westerholt, gestellt wurden), die Jugendlichen mussten auf die Strecke und das Radfahren vorbereitet werden. Das Training übernahm Werner Köhler.

Zwei junge Radsportler aus NRW haben Filme zum BRT 2018 zusammen gestellt und veröffentlicht. Dennis vom RC Sprinter Waltrop und Fabian vom RV Edelweiß Mettmann haben beide ihre Eindrücke der Tourenwoche wie folgt zusammen gestellt:

Film Dennis

Film Fabian

Als Abwechslung zum Rad sind wir am Sonntag mal wieder zu Fuß unterwegs gewesen. Wir, das waren Frank, Manuel und Uwe. Mit der Bahn ging es nach Velbert-Neviges und vom dortigen Bahnhof zum Schloß Hardenberg. Hier begann unsere heutige Etappe über den Bergischen Weg. Das Ziel hatten wir uns ein wenig offen gelassen und wollten dies auch vom Wetter abhängig machen. Das Wetter war heute zum wandern geradezu perfekt, fast den ganzen Tag bewölkt mit ein klein wenig erfischenden Wind. Von Neviges führte uns der Weg in Richtung Düssel, wobei wir immer wieder von kleinen Steigungen überrascht wurden. Irgendwo sollte hier auch die Quelle der Düssel selbst sein, die haben wir allerdings bei der Trockenheit irgendwie übersehen.

Irgendwann hatten wir dann einen kleinen Bachlauf neben uns, die Düssel war gefunden. Im Laufe der Tour sollte diese immer ein wenig größer werden. In unregelmäßigen Abständen luden uns Bänke zu einer kleinen Pause ein, bei dem heutigen Wetter eine willkommene Gelegenheit um etwas zu trinken. Was man auf dem Bergischen Weg weniger findet sind Ausflugslokale die zu einer Pause einladen. Man sollte also immer etwas Verpflegung im Rucksack dabei haben. Es ist immer wieder überraschend, welche Abwechselung unser Land bereit hält. Der ständige Wechsel zwischen schattigen Waldwegen, schmalen Trails und Wiesen und Feldern macht wirklich Spaß. Bis auf kleinere Probleme ist die Ausschilderung sehr gut, so dass wir uns gut zu Recht gefunden haben.

Höhepunkt unserer heutigen Etappe war mit Sicherheit das Dorf Gruiten. Ein kleiner Ort mit vielen Fachwerkhäusern, Kopfsteinpflaster und sogar einem kleinen Lokal mit Garten. Nach einer kleinen Pause ging es von hier, immer entlang der Düssel, bis nach Gruiten. Dort trafen wir nach 28 km. Zurück ging es dann wieder mit der S-Bahn. Auch in Zukunft wollen wir in unregelmäßigen Abständen alle paar Monate mal wieder eine solche Runde zu Fuß absolvieren und unsere Heimat zwischen den uns bekannten Straßen entdecken. Wer Interesse hat uns dann zu begleiten kann sich gerne einmal vorab melden, damit wir ihn bei der Terminplanung mit einbeziehen können.

Als neues Vereinsmitglied begrüßen wir Benjamin Makuc. Benjamin fährt BMX/4X, wird ab und zu aber auch mal im Bereich RTF/CTF aktiv sein.

Zum Abschluss des Bundes-Radsport-Treffen in Langenselbold ging es noch einmal in den Spessart, alternativ konnte man auch eine CTF fahren. Für die RTF war heute das Radteam Neu-Isenburg zuständig. Vom Start weg führte uns die Abschlusstour in den unterfränkischen Bereich des Spessarts. Die ersten Kilometer über Somborn waren gut zum einrollen geeignet, bevor es zum ersten Mal kräftig bergauf ging. In Geiselbach kündigte ein Plakat für den heutigen Abend ein Weinfest an, sinnigerweise im Pfarrgarten. Ob der Pfarrer hier seinen Messwein unter die Leute bringen will? Kurz nach Hofstädten erreichten wir dann die erste Kontrolle, die heute in einem Weg neben einem Maisfeld untergebracht war. Wie immer beim BRT wurden wir auch heute wieder umfangreich versorgt.

Nach einer kurzen flachen Phase folgten dann drei Abfahrten, mit 14%, 9% und zum Abschluss mit 16%, leider führte diese durch einen Ort und endete abrupt an einem Stoppschild. Hier bogen wir nach links in Richtung Mömbris ab, einen Ort der Erinnerungen an frühere Ausrichtungen des Super-Cups in den 90er Jahren weckte. Im Mömbris mussten wir wegen einer Baustelle leider links aus dem Tal abbiegen und einen anderen Weg fahren, der aber in den Tracks auch angekündigt war. Mit 14% wartete ein richtiger schw..... Anstieg auf uns, der sich weiter nach oben mit 8 bis 10% fortsetzte. Dafür entschädigte die Abfahrt auf einer schmalen aber tadellosen Abfahrt, nach der man dann wieder die ursprüngliche Strecke erreichte. Über Schöllkrippen führte meine heutige 70er Runde wieder nach Horstädten und zurück zur Kontrolle, die wie bereits kannten. Also konnte man sich nach der Stärkung noch einmal auf die drei schnellen Abfahrten freuen, die man beim zweiten Mal auch schon viel schneller fahren konnte. Inzwischen setzte auch Wind ein, den wir in den vergangenen Tagen überaupt nicht gespürt hatten. Pünktlich zum Ende des BRT sollten die ersten Tropfen fallen, fragte sich nur wann und wo? Einen letzten Anstieg gab es noch zu bewältigen, bevor es über Erlensee zurück nach Langenselbold ins Ziel ging. Nicht ganz 70 km und 850 Höhenmeter bedeuteten den Abschluss des BRT 2018. Da Joachim und ich die einzigen Starter unseres Vereins waren konnten wir nicht für die Mannschaftswertung melden, deren Sieger am Nachmittag verkündet werden sollten. Für mich ging es nach einer Dusche im nahe liegenden Freibad dann direkt nach Hause.

Vielen Dank an die Vereine und ihre Helfer für ein tolles BRT. Für die Hitze kann keiner was, alles andere war top organisiert. Für alle die Lust haben mitzufahren, nächstes Jahr geht es vom 21. Juli an nach Neustadt an der Weinstraße.