Bereits seit einigen Jahren gibt es in Hannover pünktlich zu Sylvester die letzte Breitensportveranstaltung des Jahres in Deutschland. Die RSG Hannover bot eine CTF ohne Ausschilderung an, die man entweder per GPS oder mit einem der Guides vom Verein fahren konnte. Start und Ziel war mitten in Hannvoer in eimem Fahrradgeschäft. Das Startgeld lag mit 8 € ein wenig höher als gewohnt, dafür waren Kaffee und Kuchen vor und nach der Tour bereits im Preis enthalten, ein faires Angebot wie ich finde. Zum Start hatten sich über 150 Radsportler eingefunden, viele davon mit weiter Anreise aus dem Emsland, Bremen, Rendsbung und Hamburg. Aus dem Ruhrgebiet waren Harald aus Moers und Harald aus Wellinghofen mit mir vor Ort. Am Start sah man sehr viele Cross Rennräder, mit Sicherheit deutlich mehr als MTBs. Zum Start war der Regen vom Morgen auch verzogen und ab und an kam sogar die Sonne heraus.

Da der Start mitten in der Stadt lag war ich gespannt auf die Strecke. Der Guide der ersten schnellen Gruppe sprintete gleich mal über die Straße und auf der anderen Seite eine Treppe hinauf, die anderen Gruppen dann mehr oder minder hinterher. Es ging dann auch gleich wieder eine Treppe hinab, also ganz Cross mäßig. Man hätte aber auch einfach um die Ecke fahren können. Nach 2 Kilometern waren wir dann auch schon im Wald, hier waren die Wege wechselnd aspahltiert und befestigt. Dummerweise hatten wir hier nur den Anschluss an den Guide verloren und es dauert ein wenig, bis sich jemand in unserer Gruppe  gefunden hatte der die Strecke von vorne fahren konnte ohne die falschen Abzweigungen zu wählen, was im Wald mit dem GPS Track ja immer ein wenig schwierig ist. Nach rund 13 km hatten wir den Maschsee erreicht. Hier wartete eine rund 13 km lange Runde quer durch die Landschaft der Ricklinger Kiesteiche, die man einmal oder zweimal fahren konnte. Hier gab es auch mehrere sehr schöne Singletrails, die durch den morgentlichen Regen ganz schön rutschig und dreckig geworden waren. An einem Trail entlang eines kurzen Feldes hatte es dann leider einen Sportkameraden erwischt, der sein Vorderrad in ein großes Loch knapp neben dem Trail gefahren hatte und schwer gestürzt war. Der Kollege musste leider mit dem Krankenwagen abtronsportiert werden. Auf dem nächsten Trail entlang eines Baches gab es dann auch noch zwei Bäume die quer lagen, hier konnte man also die Trageübungen und das auf- und abspringen vom Crosser üben. Oder halt normal absteigen, drüber heben und weiterfahren. Am Ende der Runde wartete dann eine Kontrolle mit Getränken und Süßem, was nach der zweitein Runde allerdings schon sehr dezimiert war. Offensichtlich hatte man nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet.

Der Rückweg führte zu einem großen Teil dann wieder über die vom Hinweg bekannten Wege, allerdings hatte man noch einen sehr schönen langen Trail entlang eines Baches ausgesucht. Am Ende kamen wir dann am Zoo vorbei und wenige Kilometer weiter war das Ziel erreicht. Hier konnten man sich, wie bereits oben erwähnt im Startgeld enthalten, mit Kuchen, Bockwurst und passend zu Sylvester mit Berlinern stärken. Im Hinterhof gab es einen Waschplatz für die Räder und im über dem Radladen liegenden Kampfstudio konnte man sogar duschen. Fazit, eine tolle Veranstaltung zum Jahresabschluss. Die Strecke ist ideal für den Crosser, man ist überraschend wenig im Verkehr unterwegs und auch das drum herum hat Spaß gemacht.