Der RTF Saisonabschluss fand für mich beim RSV Spandau statt. Bei der Anmeldung traf ich heute Familie Kersten vom RSV Edelweiß Mettmann, die heute ebenfalls am Start waren. Dazu hatten auch einige Sportler vom RST Lübeck und dem MTV Aurich den Weg nach Berlin gefunden, ein buntes Feld von rund 200 Radsportlern auch heute wieder. Bereits am Start um 10:00 Uhr, da ging es wirklich erst los, herrschten angenehme 16 Grad, so dass eigentlich alle noch einmal in kurz/kurz auf die Strecke gingen. Im Laufe der Tour stieg die Temperatur dann deutlich über 20 Grad.

Der Herr in schwarz unter dem Baum schickte uns mit ein paar netten Worten auf die Strecke und erklärte ganz nebenbei, dass die Schule nun renoviert werden würde und ihm der Aufwand für die Ausrichtung einer RTF eigentlich auch zu viel sei, deshalb wäre dies die letzte RTF in Spandau! Mal sehen ob sich dann ein anderer Verein findet, der das Doppelwochenende in Berlin zum Saisonende mit gestaltet.

Vom Start weg ging es auch heute wieder schnell zur Sache, wobei auf den ersten 10 Kilometern immer wieder rote Ampeln den Pulk ausbremsten. Dann kam aber Ruhe in die Gruppe von knapp 50 Radsportlern und zügig ging es nach Westen, hieß die Tour doch "Jenseits der Havel". Irgendwann überholte uns dann mit Blaulicht die Polizei und setzte sich vor den Pulk und führte uns bis zur ersten Kontrolle. Das war wohl allerdings weniger aus Freundschaft, sondern die Dame wollte sich über die zu große Gruppe beschweren. Wir durften dann aber alle weiterfahren. Da wir noch nach Hause fahren wollten wählte ich heute die 76 km Runde, die kurz nach der ersten Kontrolle Streckenteilung hatte. Danach war ich dann leider die nächsten 40 km alleine unterwegs. Die Weite Brandenburgs und der Wind waren hier karge Begleiter. 

Auch die zweite Kontrolle war wieder sehr gut ausgestattet, hier gab es als Vorgeschmack auf Weihnachten schon einmal Dominosteine, wobei das mit der Schokolade in der Sonne nicht ganz so optimal war. Die letzten Kilometer kam dann doch noch einmal eine Gruppe, so dass ich diese zurück nach Spandau im dichter werdenden Verkehr gemeinsam absolvieren konnte. Entlang der B2 war zwar ein Radweg, besonders schön waren die Kilometer hier aber nicht.

Das Wochenend ein Berlin hat sich auf jeden Fall gelohnt, wobei die schönere Runde am Samstag geboten wurde. Hier war man sofort raus und konnte die Fahrt genießen, in Spandau merkte man dann doch die Großstadt auf den ersten und letzten knapp 10 Kilometern.