Der Klassiker zum 1. Mai ist in NRW wahrscheinlich die RTF des RSV Staubwolke Refrath. Trotz Nebel und kalten Temperaturen am Morgen kamen über 1300 Radsportler, um eine der viel angebotenen Touren vom Volksradfahren bis zur 110 km Runde zu fahren. Nach rund 15 km einrollen kommen die Berge, in leichten Serpentienen geht es über mehrere Kilometer hinauf von Odentahl nach Bechen. Hier wartete dann die erste Kontrolle an einem Sportplatz. Kurz danach kam dann die Sonne heraus und der Nebel war wie weggeblasen. Nach 30 km musste man sich dann entscheiden, links ab ging es auf die 110 km Schleife und eine schöne Abfahrt hinab zur Dhünntalsperre. Jetzt ging es in steten Wechsel hinauf und hinab, bei über 1400 Höhenmetern auf der 110 km Schleife konnte es für mich nur darum gehen möglichst gleichmäßig zu fahren und die Abfahrten zu genießen. Genuß pur waren die vielen kleinen Nebenstraßen, auf denen man vom Ausflugsverkehr kaum was spürte. Auf den wenigen Hauptstraßen war das schon ein wenig anders. Ein Genuß waren auch die vielen sehr guten Straßenbeläge, die einen das voran kommen deutlich erleichterten.

Nach knapp der Hälfte folge am Ortseingang von Wipperführt bei RR Bikes die zweite Kontrolle. Von hier aus ging es einige Kilometer ruhig weiter, bevor das Highlight des Tages folgte. Wie sagte an der Baustelle davor noch ein Radsportkollege, gleich geht es um die Ecke und dann kommt die Wand. Die Wand war eine steile Straße durch ein Waldstück hinauf nach Königsheide, einer Ansammlung von wenigen Häusern. Hinter dem Ort ging es weiter über malerische Nebenwege, wobei es jetzt deutlich entspannter wurde und oft längere Stücke bergab ging. Eine weitere kleine Steigung folgte hinauf nach Lindlar zur dritten Kontrolle, wo noch richtig was los war.

Von hier aus führt die Strecke jetzt immer leicht abfallend in Richtung Köln, bevor es rechts ab ging und eine letzte Steigung nach Bensberg erklommen werden musste. Hier gab es noch einen unschönen Anblick, ein Radsportler lag aus nicht ersichtlichen Gründen auf der Straße, wurde aber schon von mehreren anderen versorgt. Die letzten Kilometer nach Bergisch Gladbach ging es dann noch einmal bergab, so dass man es fast bis zum Ziel laufen lassen konnte. Fazit: Tolle Veranstaltung mit einer fazinierenden Runde durch das begische Land. Bei schönen Wetter immer eine Empfehlung.