Los ging es in der von mir ungeliebten Fleher Straße. Allerdings ist man von hier schnell auf der Fleher Brücke und auf der anderen Rheinseite. Wenn mann dann die ersten Kilometer durch die Neusser Vororte und Industriegebiete hinter sich gelassen hat, bekommt man eine sehr schöne Streckenführung durch das Rheinische Braunkohlerevier. Nicht fehlen dürfen die beiden Halden Vollrather und Allrather Höhe, sowie der Wind. Der schob uns zuerst kräftig nach Westen und machte uns auf dem Rückweg das Leben schwer.

Allzuviele Radler waren auf der 110er Runde nicht unterwegs, dafür war es vielen wohl doch zu kalt. Nach rund der Hälfte der Strecke kamen dann auch noch einige kurze Schneeschauer dazu, der April machte seinem Namen alle Ehre. Die zweite Kontrolle fand auf einem Parkplatz am Tagebau Garzweiler statt, hier zog es dermaßen das einem die tapferen Helfer leid tun konnten.Die Aussichtsplattform in den Tagebau habe ich mir heute geschenkt, man war froh mit etwas Rückenwind hier schnell wieder weiter zu fahren. Nur wenige Kilometer weiter führte die Strecke durch die Reste eines aufgegebenen Dorfes. Irgendwie ein beklemmendes Gefühl inmitten von leeren Häusern, gerodeten Bäumen und einer Straße wo bereits alle Häuser weg waren, aber die Straßenbeleuchtung noch vorhanden ist. So sieht Heimat aus wenn unsere Energieriesen die Regie übernehmen. Auf dem Rückweg hatte ich dann bis zur dritten Kontrolle die Möglichkeit in einer kleinen Gruppe mitzufahren, oder besser gemeinsam gegen den Wind anzukämpfen. Irgendwann waren wir dann aber Gott sei Dank wieder in Düsseldorf, auch wenn ich eher kälters Wetter schäzte hat es mir heute gereicht.