Maratona dles Dolomites 4

Thomas Woschnik und Bodo Kolling waren auf dem "Maratona dles Dolomites" (mehr Info: http://www.maratona.it/de/)

Thomas hat einen netten Bericht dazu geschrieben und Fotos geschickt:

Maratona dles Dolomites ein unvergessliches Erlebnis

Nach dem ich im letztem Jahr eine Woche zusammen mit Frank in den Dolomiten Radfahren war hätte ich mich entschieden den Marathon im darauf folgenden Jahr zu fahren. Jeder der schon mal in den Dolomiten mit dem Rad weis wovon ich spreche, denn es geht entweder rauf oder runter. Eine Grade Strecke sucht man vergebens. 

Die Pässe sind im Schnitt 2000-2400m hoch, Anstiege haben eine Länge von 8-11km und die Steigungen liegen im Durchschnitt bei 8%. Der Passo di Giau z.B gehört zu den heftigeren mit 10km und 9,3% durchschnittlicher Steigung, tuen die Beine schon weh.

Nun zum Rennen.

Der Start war um 6:30, das bedeutete, dass ich mich 6:00 in meiner Startgruppe einfinden musste. Bei leicht kühlen 10 Grad musste ich allerdings bis 7:20 warten bis ich endlich über die Startlinie rollen könnte. Da ich in der letzten Gruppe war sind vor mir 9000 Radler gestartet und das dauert. Auch rollte das Feld am Ende sehr langsam und es stockte immer wieder.

Maratona dles Dolomites 5

Gleich am ersten Anstieg gab es einen Stau, es hieß absteigen schieben. Das fängt ja toll an. Ein paar Kilometer weiter das gleich Spiel. Die erste Abfahrt war dementsprechend auch überfüllt. Danach ging es allerdings ohne Verzögerungen weiter. Eine gute Zeit aus der letzten Gruppe zu fahren ist unmöglich, darum ging es mir aber auch nicht.

Ich schätze mal dass es mich im Ganzen eine gute halbe Stunde gekostet hat, egal.

Nach den ersten 4 Pässen fuhren wir in Richtung, Ziel wo sich die kurze Strecke mit 55Km/1780Hm verabschiedete.

Maratona dles Dolomites 7

Nach einem weiteren Pass bei Kilometer 76 teilte sich die Strecke in die 106km bzw. 138Km.

Ich hatte mich für die 138km entschieden und endlich gab es eine längere Abfahrt von ca. 10km zu erholen der Beine. Die Temperatur stieg mittlerweile auf ca. 25 Grad in über 2000m Höhe, das war kernig.

Bei Kilometer 82 ging es dann rauf zum Passo Giau. Es waren auf 10km, 1000Hm zu bewältigen. Meine Garmin zeigte meistens die Steigung zweistellig an. Da brannten die Beine schon ganz schön und die Temperatur tat ihr Übriges.

Maratona dles Dolomites 8

Nach einer weiteren 10km Abfahrt kam der letzte Pass, Passo Falzarego. Der hat zwar eine Länge von 11,5km doch nur im Schnitt 5,8%. Nach den Passo Giau eine Erholung, denkste Wind kam mehr und mehr auf. Das war gefühlt wie 1-2% mehr, gemein.

Oben auf dem Pass gab es eine Verpflegungsstelle. Die Trinkflasche aufgefüllt etwas gegessen und weiter. Wer dachte es geht wieder runter hatte sich geirrt, es gab noch eine fiese 1km Lange Steigung mit 10% gegen dem Wind rauf zum Passo Valparola.

Jetzt aber ging es nur noch runter, wenn da nicht kurz vor dem Ziel der 300m lange Mur Dl Giat mit Max 19% wäre. Egal, Augen zu und durch die Beine sagen nein doch der Kopf setzt sich durch. Nach 2 km war das Ziel erreicht 138km/4230Hm, geschafft und Glücklich.

Maratona dles Dolomites 7

Zusammenfassend war es eine super tolle Veranstaltung mit einer atemberaubenden Kulisse. Alles war perfekt organisiert, doch habe ich zwei Kritikpunkte. Einmal der Start und die Verpflegungen auf der Strecke. Es waren viel Zuwenig Tische aufgebaut, man musste sich fast anstellen. Die Verpflegung bestand aus Kuchen, Käsebrötchen und Bananen, sorry das war nicht top.

Maratona dles Dolomites 8

Ich hatte mir viele Riegel und Gels eingesteckt und musste nur 2 mal wegen Flaschen abfüllen anhalten.

Thomas Woschnick

Maratona dles Dolomites 2